Liebe Freundinnen und Freunde der Lyrischen Post,
zur gestrigen Geschichte gab es wieder spannende Rückmeldungen. Gabi Guenther schrieb: »Mir fällt es nicht leicht, meine Gefühle in die richtigen Worte zu fassen, und ich finde es sooo schön, wie du es schaffst! Vom ersten Satz an habe ich deine Aufregung gespürt, und auch ich kann mich noch genau an dieses Spiel erinnern. Auch deine Aufregung zum Kontakt in Berlin, deine Betroffenheit an der Fensterscheibe. Jedes Wort konnte ich fühlen. Diese Momente gilt es, gerade in der momentanen Zeit immer wieder hervorzuholen.«
Andreas Noga ergänzte: »Deine Geschichte berührt mich. Die Gleichzeitigkeit, in der Wunderbares und Trauriges bis Entsetzliches auf dieser Welt und in unserem Dasein ganz nebenbei geschehen, treibt auch mich um: Man hat frei, flaniert im ersten sonnenblauen Frühlingslicht mit offenem Hemd Hand in Hand durch die Stadt, geht ins Café, genießt das Leben, hört lange Zeit einen Hubschrauber über den Häuserblocks kreisen und erfährt im Nachhinein, dass in einem Hafenbecken des nahen Flusses, nur zwei-, dreihundert Meter weiter ein Kind ertrank. Das Glück ist ein Garten, der uns kurze Zeit Zuflucht gewährt. Wir dürfen ihn manchmal betreten und uns von ihm überwältigen lassen.«
Dieser Newsletter begleitet das Festival der Endlichkeit des Palliativnetzes Travebogen mit Gedichten und Geschichten zum Thema.
Herzliche Grüße
Matthias Kröner
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