Liebe Freundinnen und Freunde des guten Wortes, liebe Lyrikfans,
heute ein paar Nachträge zu vorherigen Ausgaben. Christine Seifert hat sich zur »Erdbeerplantage« gemeldet. Hier ihr O-Ton: »Erst heute konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, um zu unserem nahen Erdbeerfeld in Horbach eine Visite einzuplanen. Mein Erstaunen war groß. Alles eingezäunt, ähnlich einem Hochsicherheitstrakt. Scheinbar ist die Versuchung zu groß, in der Dunkelheit kostenlos und voller Abenteuerlust (ähnlich wie Sie seiner Zeit) an die süßen Früchtchen zu kommen.«
Der Leser Godzilla schreibt über das »Freistil«-Poem: »Es ist mitten in der Nacht, zwischen nicht mehr und noch nicht. Der Mensch schläft, träumt oder ist wach und auf sich allein gestellt. Doch da ist etwas, das sagt, ich bin da, etwas Tröstendes, etwas Haltendes. Ein Geruch. Für jeden mag er etwas anderes sein: Erinnerung, Trost, Natur, Nähe, Leben selbst. Keine Festlegung. Auch darin entspricht er der freien Struktur des Gedichts und seinem Titel: Frei-Stil.«
Um den Geruchssinn geht es auch in der Nachricht von Ingrid Hofmann zum »Holzstapel«. Sie fasst zusammen: »Holzstapel faszinieren mich schon lange in ihrer Schönheit und Vielfältigkeit – wie kostbare Skulpturen im Wald oder der Landschaft! Am Faszinierendsten aber finde ich Ihre Geruchs-Assoziation, die ich sehr gut nachvollziehen kann, weil ich Ähnliches auch schon einige Male erlebt habe. Es ist für mich ein Phänomen, wie stark und blitzartig schnell Gerüche Situationen oder Dinge ins Gedächtnis zurückholen, selbst dann, wenn sie schon Jahrzehnte zurückliegen und man nicht mehr an sie dachte – und zwar nicht nur das Visuelle, sondern auch das Ideelle und Gefühlsmäßige!«
Heute, am Sonntag, möchte ich Sie auf ein kostenloses KulturSommer-Angebot für Kinder hinweisen, auf den Workshop »Be creative!« in Schwarzenbek.
Möge der Sommer gnädig sein und Regen bringen!
Passen Sie auf sich auf!
Matthias Kröner