Liebe Freundinnen und Freunde des guten Wortes, liebe Lyrikfans,
»einfach nur herrlich diese sommerleichten Geschichten und Gedichte. Und dass du uns so ein kollektives Erinnern ermöglichst«, schrieb Carmen Doell und ergänzte: »Ich war ja tatsächlich Björn Borg-Fan. Und kann mich an eben solche Nachmittage im Zimmer meines Bruders erinnern, denn der hatte schon einen eigenen kleinen Farbfernseher, der große im Wohnzimmer lief nur abends.«
Annegret Vogelsang fügt hinzu: »Ganz oft ploppen auch bei mir Erinnerungen hoch, so wie heute beim Text über den Ferienbeginn mit Boris Becker im Fernsehen. Deine Texte fangen oft dies leise Knistern eines Moments ein, in dem man spürt: Jetzt verändert sich etwas.
Ich erinnere mich an den jungen Nobody, der sich in Wimbledon mit Hechtsprüngen und Beckerfaust in das Gedächtnis von uns allen spielte. Sein aggressiver Stil faszinierte. Der Medienhype setzte ein. Auch wir verfolgten seine Spiele zunehmend mit Interesse. Nur das letzte nicht. Das habe ich nie gesehen. Denn: Für viele war es der Sommer von Boris Becker. Für uns war es der Sommer, in dem die Welt wieder für einen Moment stehen blieb – und sich dann für immer veränderte: Nach der Geburt unseres Sohnes zwei Jahre zuvor kam unsere erste Tochter zur Welt. Am Tag vor dem Endspiel in Wimbledon 1985.
Dein Text hat mir genau dieses Gefühl wiedergegeben, dass etwas Wunderbares beginnt. Ein großes, stilles Wunder, das man nie mehr vergisst.«
So eine schöne besondere Rückmeldung! Danke fürs Teilen!
Wie immer möchte ich Sie noch auf einen KulturSommer-Tipp hinweisen: Diesmal auf Leonore Liljas Lieder übers Menschsein. Die 21-jährige Liedermacherin engagiert sich für Feminismus, Antifaschismus und soziale Gerechtigkeit – mit Ironie, Biss und Hoffnung.
Heute ist schon der vorletzte Tag unserer Summertime-Reihe angebrochen. Bitte genießen Sie das Gedicht des Tages.
Viel Vergnügen!
Matthias Kröner